Betone die Ausatmung um zwei Zählzeiten länger als die Einatmung, und spüre, wie sich Schultern und Gesichtsmuskeln lösen. Diese einfache Technik aktiviert deinen Vagusnerv und senkt innere Alarmpegel. Du kannst sie im Lift, an der Ampel oder während des Ladens einer Webseite nutzen. Optional ergänzt du einen weichen Blick oder einen kleinen Handkontakt am Brustbein. So verknüpfst du Atem und Sicherheit – jederzeit, ohne Aufmerksamkeit zu erregen oder zusätzliche Hilfsmittel zu brauchen.
Zwei Minuten reichen: sanftes Schulterkreisen, Handgelenke lockern, Kiefer lösen, dann einmal aufstehen und die Fußsohlen kräftig spüren. Dadurch entlädst du muskuläre Restspannung und signalisierst deinem Körper: Es ist okay, loszulassen. In Meetings kannst du mikrobeweglich bleiben, zum Beispiel mit unauffälligen Zehenrollen. Achte auf angenehme Empfindungen, nicht auf Perfektion. Diese bewusste, freundliche Mobilisation unterbricht stundenlanges Sitzen, fördert Durchblutung und macht den Kopf klarer, ohne dich aus dem Arbeitsfluss zu reißen.
Wähle für eine Minute einen ruhigen Blickpunkt – etwa eine Pflanze, eine Tasse, den Himmel. Lass periphere Reize bewusst vorbeiziehen, während du ruhig atmest. Diese Praxis vermindert kognitive Streuung und senkt Reizüberflutung. Wenn Gedanken kommen, nicke ihnen zu und kehre sanft zurück. Kein Kampf, nur gezieltes Lenken. Du trainierst die Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu bündeln, ohne hart zu werden. Mit der Zeit wird es leichter, Präsenz zu halten, statt in endlosen Gedankenschleifen zu landen.